Sämlinge

Sämlinge

Junge, kräftige Hanfpflanzen aus Samen gezogen — robust, wachstumsfreudig und sofort startklar.

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Ein Sämling ist eine junge Cannabispflanze in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Keimung — vom ersten Blattpaar bis zu den ersten gefingerten Blättern. Es ist die empfindlichste Phase des ganzen Anbaus: Die Wurzeln sind noch klein, die Pflanze verträgt weder zu viel Wasser noch zu viel Licht. Diese Seite beantwortet die Fragen, die in dieser Zeit am häufigsten aufkommen. Fertige Sämlinge führen wir nicht — was du unten siehst, sind bewurzelte Stecklinge. Das ist derselbe Schritt, nur weiter: Die Keimung ist erledigt, die Wurzeln sind da, und das Geschlecht steht fest. Du sparst damit zwei bis drei Wochen und genau die Phase, in der am meisten schiefgeht.

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Ratgeber

Wie viel Licht braucht ein Sämling?

Wie viel Licht braucht ein Sämling?

Sämlinge brauchen viel Licht, aber nicht viel Leistung. Achtzehn Stunden Licht und sechs Stunden Dunkelheit sind der übliche Zyklus. Entscheidend ist der Abstand: 30 bis 50 Zentimeter zwischen Lampe und Pflanze. Zu nah verbrennt die Blattspitzen und bleicht die jungen Blätter aus, zu weit lässt den Sämling sich strecken — er wird lang und dünn und kippt später um. Wenn du eine starke LED hast, dimme sie in den ersten zwei Wochen herunter, statt sie höher zu hängen. Als Anhaltspunkt für die Lichtstärke gelten in dieser Phase etwa 200 bis 400 µmol/m²/s (PPFD); der volle Wert kommt erst im Wachstum.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Tagsüber 22 bis 26 °C, nachts 18 bis 22 °C — vier bis sechs Grad Gefälle halten die Pflanze kompakt. Die Luftfeuchtigkeit liegt in der Anzucht mit 70 bis 80 Prozent deutlich höher als später: Die Wurzeln sind noch zu klein, um den Bedarf über den Boden zu decken, also nimmt der Sämling Feuchtigkeit über die Blätter auf. Eine durchsichtige Haube oder ein Anzuchtkasten hilft, muss aber täglich gelüftet werden, sonst steht die Luft und Schimmel setzt sich fest.

Gelbe Blätter, hängende Blätter, kein Wachstum

Gelbe Blätter, hängende Blätter, kein Wachstum

Drei Bilder, die fast immer dieselbe Ursache haben: zu viel Wasser. Ein Sämling in einem großen Topf steht wochenlang nass, die Wurzeln bekommen keine Luft und die Blätter hängen schlaff herunter — was viele als Trockenheit deuten und mit noch mehr Wasser beantworten. Gieße wenig und erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Gelbe Blätter in den ersten zwei Wochen sind dagegen selten ein Nährstoffmangel: Die vorgedüngte Erde trägt diese Zeit, zusätzlicher Dünger schadet jetzt mehr, als er nützt. Und wenn oben scheinbar nichts passiert, arbeitet die Pflanze meist an den Wurzeln — das ist normal und dauert drei bis fünf Tage.

Umtopfen — oder gleich richtig einpflanzen

Umtopfen — oder gleich richtig einpflanzen

Für den Anfang genügt ein Topf mit ein bis drei Litern, für die Endgröße rechne mit elf bis fünfzehn. Umgetopft wird, wenn die Wurzeln den Ballen durchzogen haben und unten aus dem Abzugsloch schauen. Nimm die Pflanze mit dem gesamten Ballen heraus und drücke die neue Erde nur locker an. Bei Autoflower-Sorten gilt eine Ausnahme: Sie folgen einem festen Zeitplan und holen verlorene Tage nicht auf — setze sie von Anfang an in den Endtopf.

So bestellst du

1

Phase überspringen

Ein bewurzelter Steckling ist über die Sämlingsphase hinaus und garantiert weiblich.

2

Oder selbst keimen

Samen bieten die größere Auswahl — die ersten Wochen machst du dann selbst.

3

Werte einstellen

18/6 Licht, 30–50 cm Abstand, 22–26 °C, 70–80 % Luftfeuchtigkeit.

4

Wenig gießen

Erst wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Kein Dünger in den ersten zwei Wochen.

Expertentipp: Der kleine Topf ist kein Geiz, sondern Absicht

Der häufigste Fehler beim ersten Grow ist der große Topf. Elf Liter Erde um einen fingerlangen Wurzelballen bleiben nach dem Gießen tagelang nass — die Wurzeln bekommen keine Luft, die Blätter hängen, und der Sämling steht wochenlang still. Fang mit einem bis drei Litern an und topfe um, wenn die Wurzeln unten herausschauen. Nur bei Autoflower gilt das Gegenteil: die gleich in den Endtopf, weil sie verlorene Zeit nicht aufholen.

Hanfstecklingshop Redaktion

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Fachredaktion

Häufige Fragen

Glossar

Sämling
Junge Pflanze aus einem gekeimten Samen, etwa in den ersten zwei bis drei Wochen.
PPFD
Maß für die Lichtmenge, die tatsächlich auf der Pflanze ankommt. In der Anzucht genügen 200 bis 400 µmol/m²/s.
Pfahlwurzel
Die kräftige Hauptwurzel, die nur aus Samen gezogene Pflanzen ausbilden. Stecklinge haben stattdessen ein flaches Faserwurzelwerk.
Vergeilen
Langes, dünnes Strecken bei zu wenig Licht. Die Pflanze wird instabil und kippt später um.
Abhärten
Schrittweises Gewöhnen an weniger Luftfeuchtigkeit und mehr Licht, bevor die Haube ganz wegkommt.

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Sämlinge richtig aufziehen — Licht, Abstand, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den ersten Wochen, und was hinter gelben oder hängenden Blättern steckt.