Pflegehinweise

Optimale Bedingungen für gesunde Pflanzen und maximalen Ertrag.

Bewässerung

Die goldene Regel: Gieße erst, wenn die oberen 2-3cm der Erde trocken sind. Stecke deinen Finger in die Erde — fühlt sie sich feucht an, warte noch. Staunässe ist der häufigste Fehler und führt zu Wurzelfäule. Verwende Wasser mit Raumtemperatur (20-22°C) und einem pH-Wert von 6,0-6,5. Gieße gleichmäßig um den Stamm herum, nicht nur an einer Stelle.

Tipps

  • Erst gießen wenn obere 2-3cm trocken
  • pH-Wert: 6,0-6,5
  • Raumtemperatur-Wasser verwenden
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • Drainage-Löcher im Topf prüfen

Beleuchtung & Lichtzyklus

Indoor benötigst du eine LED-Growlampe mit mindestens 150-200W pro m². In der vegetativen Phase gilt 18 Stunden Licht / 6 Stunden Dunkelheit (18/6). Für die Blüte stellst du auf 12/12 um. Der Abstand der Lampe sollte 30-50cm von den Blattspitzen betragen — zu nah verbrennt die Blätter, zu weit weg führt zu Streckwachstum. Während der Dunkelphase darf KEIN Licht eindringen (Lichtleck verhindert die Blüte).

Tipps

  • Vegetativ: 18/6 Lichtzyklus
  • Blüte: 12/12 Lichtzyklus
  • LED: 150-200W pro m²
  • Abstand: 30-50cm zu Blattspitzen
  • Kein Lichtleck in der Dunkelphase!

Temperatur & Luftfeuchtigkeit

Die optimale Temperatur liegt tagsüber bei 22-26°C und nachts bei 18-22°C. Ein Temperaturunterschied von 4-6°C zwischen Tag und Nacht fördert kompaktes Wachstum und Harz-Produktion. Die Luftfeuchtigkeit sollte in der Anzuchtphase bei 70-80% liegen, in der vegetativen Phase bei 50-60% und in der Blüte bei 40-50% (Schimmelprävention).

Tipps

  • Tag: 22-26°C / Nacht: 18-22°C
  • Wachstum: 50-60% Luftfeuchtigkeit
  • Blüte: 40-50% Luftfeuchtigkeit
  • Luftzirkulation mit Ventilator
  • Zu hohe Feuchtigkeit = Schimmelgefahr

Nährstoffe & Düngung

In den ersten 2-3 Wochen brauchen Stecklinge keine zusätzlichen Nährstoffe — die vorgedüngte Erde reicht aus. Danach beginne mit einem Cannabis-spezifischen Dünger in halber Dosierung. In der Wachstumsphase braucht die Pflanze mehr Stickstoff (N), in der Blüte mehr Phosphor (P) und Kalium (K). Überdüngung erkennst du an verbrannten Blattspitzen — reduziere dann sofort die Düngermenge.

Tipps

  • Erste 2-3 Wochen: kein Dünger
  • Mit halber Dosierung starten
  • Wachstum: mehr Stickstoff (N)
  • Blüte: mehr Phosphor (P) & Kalium (K)
  • Verbrannte Spitzen = Überdüngung

Schädlinge & Krankheiten

Prävention ist besser als Behandlung. Halte den Growraum sauber, kontrolliere die Luftfeuchtigkeit und inspiziere deine Pflanzen regelmäßig (besonders die Blattunterseiten). Häufige Schädlinge sind Trauermücken, Spinnmilben und Blattläuse. Bei Befall kannst du Neem-Öl oder Kaliseife verwenden. Schimmel (Grauschimmel/Botrytis) entsteht bei zu hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Luftzirkulation.

Tipps

  • Regelmäßig Blattunterseiten prüfen
  • Luftfeuchtigkeit kontrollieren
  • Growraum sauber halten
  • Neem-Öl bei leichtem Befall
  • Bei Schimmel: befallene Teile sofort entfernen

Training & Beschnitt

Training-Techniken wie LST (Low Stress Training) und Topping können den Ertrag deutlich steigern. Beim LST werden die Triebe mit Schnüren oder Draht sanft nach unten gebogen, um ein gleichmäßigeres Blätterdach zu schaffen. Beim Topping wird die Hauptspitze abgeschnitten, damit die Pflanze zwei Haupttriebe bildet. Anfänger sollten mit LST beginnen — es ist risikoärmer als Topping.

Tipps

  • LST: Triebe sanft biegen (niedrig Risiko)
  • Topping: Hauptspitze kappen (fortgeschritten)
  • Nur in der vegetativen Phase trainieren
  • Nicht in der Blüte beschneiden
  • Mehr Triebe = mehr Blüten

Expertentipp: Weniger ist mehr

Die meisten Probleme entstehen durch zu viel Pflege, nicht zu wenig. Überwässerung, Überdüngung und zu häufiges Umtopfen stressen die Pflanze. Beobachte deine Pflanze, lerne ihre Signale zu lesen, und greife nur ein, wenn es wirklich nötig ist.